DER URSPRÜNGLICHE WEG

Das war der Pilgerweg, dem die ersten Pilger, die aus dem Königreich Asturien kamen, folgten. Es handelt sich also um den ersten Jakobsweg und das ist der Grund für seine Bezeichnung.

Der Hauptstartpunkt des ursprünglichen Weges war die Stadt Oviedo. Diesem Pilgerweg folgten aber auch Pilger aus anderen Orten Spaniens und Europas. Das war möglicherweise eine sichere Strecke und die man auch häufig hinter sich ließ, bis sich der aktuelle französische Weg aus León, die neue Hauptstadt des Königreiches, im 10. Jahrhundert festigt. Trotzdem wurde die Route aus Oviedo eine relevante Alternative.

STRECKE

Durch Bustelo do Camiño verlässt der ursprüngliche Weg die asturischen Ländereien. Der Eintritt in Galicien führt durch den schönen aber schwierigen Pass von O Acebo (1030 m. hoch) . Von hier aus entfernen den Pilger nur 144 Kilometer von Santiago de Compostela.

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In der schönen Landschaft des Hochgebirges, kommt man bald im ersten galicischen Ort auf dieser Strecke an. Das ist das Dorf von Fonfría. Eine der Strecken führt uns direkt nach A Fonsagrada (952 m.), Gemeinde- und Landkreishauptstadt und der größte Ort, bevor man in Lugo ankommt. Von A Fonsagrada aus und durch einige Dörfer wie San Xoán de Padrón kommt der Weg bald in Montouto an, wo die Strecke nochmal zu einer einzigen wird. Die Route bietet auch eine weitere Pilgermöglichkeit von Paradanova aus an, die den Pilger nach A Pobra de Burón führt. Der Durchgang des Pilgerweges durch dieses alte Dorf ist anhand von Dokumenten seit dem 13. Jahrhundert mit der Bezeichnung “Cammo d’Ovedo” bekannt.

Von A Pobra de Burón aus geht der Pilger weiter in Richtung Xestoso und dem in der Nähe liegenden Krankenhaus von Montouto (105 m.), wo sich diese Strecke mit der Route aus A Fonsagrada vereinigt. Über schieferfarbene Länder geht der ursprüngliche Weg weiter bis Parada Vella, ein schöner Ort, der so wie früher aussieht, und O Cádavo (710 m.), Hauptstadt von Baleira und der zweitwichtigste Ort, den der Pilger während dieses Weges findet. Die Strecke geht weiter nach Westen durch den Berg A Vaqueriza (840 m.), um in Vilabade anzukommen.

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Vilabade befindet sich in der Nähe von Castroverde (540 m.), Hauptstadt der Gemeinde mit dem gleichen Namen. Von Castroverde aus gibt es viele Hinweise auf den Jakobsweg, sowohl anhand von Dokumenten (der Weg wird hier auch als “französisch” bezeichnet) als auch in Bezug auf die Ortsnamen und auf kleinen Dörfer. Unter Anbauflächen und kleinen Dörfern, durchquert der Weg viele Orte, deren Namen sich deutlich auf den Jakobsweg beziehen, wie zum Beispiel “Casa do Hospital”. Die Dörfer Carballido, Fazai und Santiago do Castelo sagen den Eintritt in Lugo (475 m.) voraus.

Durch die Mauer tritt dann der ursprüngliche Weg in die alte Lucus Augusti ein. Am Ausgang von der Stadt und bereits im Dorf O Francés (auch als “Hospital” bekannt), tritt der Weg in die Gemeinde Gundín ein. Von hier aus verläuft er durch alte und überlaufene Wege, die viele kleine ländliche Orte wie Seixalbos, Xende, Ferreira, Augas Santas oder Merlán miteinander verbinden. Die Strecke tritt dann in die Provinz von A Coruña ein, nachdem sie das Gebirge Careón durchquert hat. Dann rbegibt sie sich zum historischen Jakobsdorf von Melide. Der ursprüngliche Weg endet in Melide, wo er sich dem französichen Weg anschließt.

Melide (450 m.) wird als geografisches Zentrum von Galicien bewertet. Nach Melide befindet sich Castañeda und danach überquert der Pilger eine Brücke bis zum Krankenhaus in Ribadiso. Von Arzúa ause verläuft der Weg nochmal durch Wiesen, Eichen und Eukalypten, die kleine Dörfer umzingeln, wie zum Beispiel folgende: Calzada, Calle, Ferreiros, Salceda, Brea, Santa Irene, Rúa und O Pino (die letzte Gemeinde vor Santiago).

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Bereits in der Gemeinde von Santiago de Compostela und in der unmittelbaren Nähe vom Stadtflughafen, kommt der Pilger in A Lavacolla an. Kurz danach kommt er in Monte do Gozo (380 m.) an. Während des ersten Teils dieses Abschnitts nannten die Pilger früher den ersten, der am Berggipfel des Monte do Gozo ankam, “den König der Pilgerfahrt”.

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