DER SILBERWEG

Das ist der galicische Jakobsweg mit der längsten Strecke..

Diese Route geht durch die Provinzen Ourense, Pontevedra und A Coruña und über natürliche und schöne Orte mit einem reichen kulturellen und ökologischen Erbe. Während der Strecke zeigt der Weg unterschiedliche Alternativen und Eintritte in Galicien vom Nordosten Portugals aus und durch das Silbecken. Das ist seit dem Altertum der traditionelle Eintritt in Galicien. Der Weg aus dem Südosten ist eine Verlängerung der römischen Straße und wird Silberweg genannt. Dieser verband Mérida mit Astorga und durchquerte die Halbinsel von Süden bis Norden.

Die Bezeichnung “Silberweg” stammt, etymologisch gesehen, aus dem Arabischen “Banatta”, ein Wort, mit dem die Moslems eine weite öffentliche und gepflasterte Straße bezeichneten, die zum christlichen Norden führte. Die Bezeichnung “Silberweg” bezieht sich aber nicht auf die Nutzung oder Handlung dieses Edelmetalls.

DIE STRECKE

Der Pilgerweg, eine Verlängerung des Silberweges, gelangt durch den Pass Portela da Canda (im Gemeindebezirk von A Mezquita) in die Provinz Ourense und geht bis A Canda und A Gudiña weiter. Vom Stadtzentrum von A Gudiña aus, könnte die Strecke durch den kürzesten Weg von Verea Sur nach Laza, oder bis nach Verín weitergehen, das ein Scheideweg ist. Der Weg geht bis nach Monterrei weiter und zeichnet sich durch den Schattenriss der Festung, der hoch über dem Tal liegt, aus.

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A) Monterrei-Trasmiras-Xinzo de Limia

Von Monterrei aus geht die Strecke bis zu Albarellos weiter, dessen Pfarrkirche dem Apostel gewidmet ist. Danach geht sie bis Infesta weiter und gelangt in die Gemeinde von Cualedro und geht durch Rebordondo und Pena Verde. Die Route führt nach As Estivadas und danach nach Viladerrei und begibt sich dann nach Trasmiras, indem es die Leichtigkeiten des Tals von A Limia ausnutzt. Ferner durchquert sie die Orte Zos und Boado, bevor sie in Xinzo de Limia ankommt.

B) Xinzo de Limia-Sandiás-Allariz

Der Weg geht bis Vilarillo das Poldras, Couso de Limia und Vilar de Sandiás weiter. Dann führt dieser bis Piñeira de Arcos weiter, bevor er das Tal, das diesen Ort mit Allariz verbindet, durchquert. In dieser Gemeinde geht der Pilger durch Coedo, Outeiro de Torneiros, Paradilias und Torneiros weiter, bevor er in Penedós ankommt. Er geht danach bis Allariz weiter.

C) AIlariz-Ourense

Von Allariz aus geht der Pilger bis A Frieira weiter, dann geht durch die Pfarrgemeinde von Santiago de Folgoso, Roiriz de Abaixo, Roiriz de Arriba, Rubiás, Espilieiros, A Vila und Augasantas. Die Strecke erreicht dann Taboa de la Cruz und Santiago de Rabeda und geht bis Pereiras weiter. Dann gelangt sie nach A Castellana und Ponte Noalla in San Cibrao das Viñas. In Ourense geht sie durch San Breixo de Seixalbo. Vom Stadtzentrum von A Gudma aus richtet sich die Route nach Verea Vella oder Verea Sur, ein Weg, der die eindrucksvolle Landschaft von A Serra Seca durchquert, und durch Venda do Espmo und Venda da Teresa führt. Wegen des Mangels an bewohnten Orten, gibt es dem Fußweg entlang zahlreiche Wirtshäuser. Dann kommt der Pilger in Venda da Capela und in Venda de Bolaño an. Nach dieser groben Strecke, in der der Pilger 1000 Meter hinauf steigt, endet A Serra Seca in Santiago de Campo Becerros, wo hier das Ziel als A Vrea Vella bezeichnet wird. Dort können die Pilger auf die Hilfe der Jakobsordensritter zählen.

Die Strecke geht dann durch Porto Camba weiter, ein Tal des Gebirges von San Mamede, welcher der Klosterherrschaft von Montederramos und den Mönchen von Xunqueira de Ambía angehört hatte. Dieser Pilgerweg stammt aus Chaves (Portugal), durchquert die Grenze und geht durch Feces de Abaixo, am Ufer des Támega, und Mandín weiter. Bereits in der Gemeinde von Verín, geht die Route bis Tamagelos weiter, dessen Kirche Santiago gewidmet ist, und durch Mourazos, Tamagos und Cabreiroá, das dank eines Kurhauses mit Medizinwasser bekannt ist. Dann kommt sie im Zentrum von Verín an. Nachdem man an der Umgebung des Schlosses von Monterrei vorbeigegangen ist, durchquert die Strecke A Pousa und Mixós.

Durch Esteviños, Vences und Arcucelos kommt die Route in A Retorta an, im Tal von Monterrevieiras. Laza ist ein Scheideweg, in dem diese Strecke sich mit Verea Sur, dem alten und traditionellen Weg von Kastilien, verbindet.

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D) Laza-Vilar de Barrio-Xunqueira de Ambía.

Von Laza aus geht der Weg bis Soutelo Verde und Santa María de Alberguería weiter. Es handelt sich hierbei um einen wichtigen Ort auf dieser Strecke, weil es dort ein Gasthaus und ein Krankenhaus für Pilger gab. Bereits in Vilar de Barrio tritt der Pilger in die Gemeindehauptstadt ein und geht bis Santa María de Bóveda, wo sich das Haus des Marquis von Bóveda de Limia, einem Jakobsritter, und eine von ihm gegründete Kapelle befinden und weiter bis nach Vilar de Gumareites. Von hier aus wird der Weg als Vrea de Santiago bezeichnet, der weit ist und ein abgenutztes Steinplattenfplaster zeigt. Kurz danach kommt der Pilger in der Gemeinde von Xunqueira de Ambía an, und dann geht er durch die Pfarrgemeinde von Sobradelo und durchquert die römische Straße XVIII der Antoninos Strecke. Die Route geht bis Bovadela und Cima de Vila weiter, und danach kommt sie in Xunqueira de Ambía an.

E)Xunqueira de Ambía-Ourense

Von Xunqueira de Ambía aus geht der Weg nach San Xillau bis a Pousa weiter. Nach der Kapelle Virgen del Camino kommt man in Vila Nava an, wo es Wappen mit Kreuzen von militärischen Orden und Pilgermuscheln gibt. Dann geht der Weg weiter bis nach Salgueiros und Os Casares. Von hier aus gehen viele Pilger bis Santa María de Augasantas. Daraufhin duchquert die Strecke nach Gaspar den westlichen Bereich der Gemeinde von Bafíos de Molgas und erreicht Paderne de Allariz. Dann geht sie durch Cantoña und Ousende und kommt endlich in der Gemeinde von Taboa de la Cruz an. Durch die Pfarrgemeinde von Santiago de Rabeda geht der Weg bis Venda do Río und Pereiras. In Pereiras verbindet sich diese Strecke mit der Route von Xinzo und Allariz. Danach geht sie durch A Castellana, Ponte Noalla, San Breixo de Seixalbo und gelangt nach Ourense, um die Kathedrale, die Santo Cristo Kapelle, den Burgasbrunnen, die Straßen, die Plätze und die Brücken über dem Miño zu besuchen.

F) Ourense-Cea

Von Ourense aus geht der Pilgerweg durch Cudeiro und Sartédigos. Kurz danach tritt er in die Gemeinde von Amoeiro ein und vor der Ankunft in Tamallancos durchquert er die Pfarrgemeinde von San Paio de Bóveda. In Sobreira gibt es eine Abbiegung, die die Pilger zum Stammhaus-Schloss von Vilamarín, eine alte Wohnfestung der Grafen von Rivadavia, führt. In Ponte Sobreira überquert man den Fluss Miño über eine historische Brücke, so erreicht man die Gemeinde von Cea und geht durch Faramontaos, Viduedo und As Casas Novas weiter. Der Weg kommt kurz danach in San Cristovo de Cea an. In der Strecke Ourense-Casas Navas (Cea) gibt es eine andere zeitgemäße Möglichkeit, die am Anfang der Richtung am rechten Ufer des Miño folgt, um über Quintela (noch in der Gemeinde von Ourense) bis Liñares und Cimadevila, in der Gemeinde von Amoeiro, weiterzugehen. Durch Mandrás und Pulledo erreicht die Route Casas Navas.

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G) Cea-Castro de Dozón-Prado (lalín)-Silleda

Nach Cea bogen viele Pilger zum Kloster von Oseira ab. Von Oseira aus nimmt man nochmal die Strecke nach Castro de Dozón und geht durch Carballeidiña und Coiras weiter. Eine andere Möglichkeit für den Pilger wäre, von Cea aus eine kürzere und direkte Strecke nach Dozón hinter sich zu lassen, in der man durch Porto do Souto, Cotelas, Piñor, Arenteiro, O Reino und Cargalleda, in der Gemeinde von Pulor geht. Beide Möglichkeiten führen den Pilger bis ins Zentrum von Castro de Mozón. Der Weg kommt dann an dem Berg von Santo Domingo an, wo sich eine Kapelle befindet, die diesem Heiligen gewidmet ist. Dann tritt er in Lalín (Pontevedra) ein, durchquert die Pfarrgemeinde von Santiago de Catasos durch Puxallos und geht bis nach Pontenoufe, A Xesta und Medelo weiter. Danach geht er durch Mesón de Cuaro, Donsión, Empedrada und Prado. Die Route geht durch Santiago de Tabeada (Silleda), überquert eine militärische Brücke über dem Deza und geht bis zur Gemeindehauptstadt.

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H) SilIeda-Santiago

Der letzte Abschnitt dieses Pilgerwegs geht durch die Gemeinden von Silleda, A Estrada, Vedra, Boqueixón und Santiago. Am Ausgang von Silleda geht die Strecke durch Foxo, Margaride und Chapa. Nach der Kreuzung in Chapa geht man bis nach Bandeira, Codeseira, Piñeiro und Castrovite (A Estrada). Die Strecke geht weiter bis Santa María de Loimil. Der Weg geht durch Casares und Carballas und durchquert die Pfarrgemeinde von Santo Estevo de Oca.

Die Route geht bis nach Valboa, Arnois, A Calzada und Veiga weiter. Über Ponte Ulla tritt sie dann in Vedra ein, überquert den Ulla über eine historische Brücke und erreicht endlich die Provinz A Coruña . Die Strecke kommt dann in Eiravedra, Francés, Cumbraos und Sobredo an. Kurz danach tritt sie durch Rubial in die Gemeinde von Boqueixón ein. Über Rubial und Dexeiro de Arriba kommt die Route durch A Susana an die Gemeinde von Santiago an. Sie geht durch Paradela nach Vedra zurück und tritt anschließend über Corexo, Angrois und Cruceiro de Sar, in der Umgebung der Altstadt in Santiago, ein. Über die Colegiata de Sar und ihrem interessanten Museum der Arte Sacra muss der Pilger sich noch ein bisschen anstrengen, bevor er in der Altstadt ankommt. Er muss die Straße Virxe da Cerca überqueren und das barocke Kloster der Madres Mercedarias hinter sich lassen. Der Pilger durchquert das Tor von Mazarelos, das einzige, das noch von der Mauer der Stadt erhalten bleibt und kommt im Uniplatz an.

Der Pilger geht über die belebte Straße Calderería und geht die Costa de Xelmírez herunter, um danach im berühmten Plateríasplatz anzukommen. Durch die südliche Fassade tritt der Pilger in die Kathedrale von Santiago de Compostela ein, welche das Ziel der abendländischen Pilgerfahrt ist.